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27. Mai 2020

Aktuelles zum Coronavirus
Volkswirtschaftliche Hintergrundinformation

Fakten zum Cornavirus

  • In unserem letzten Corona-Newsletter hatten wir auf eine globale Zweiteilung aufmerksam gemacht: Rückläufige Werte bei den Neuinfizierten in den meisten Industrieländern und fast täglich neue Rekordwerte in mehreren Schwellenländern. Diese Entwicklungen haben sich in den vergangenen Tagen fortgesetzt. Global nimmt die Anzahl der Neuinfizierten zurzeit täglich um knapp 100.000 Personen zu. Über 70 % dieser Fälle werden außerhalb Chinas, Europas und den USA festgestellt.

  • Immerhin, es gibt auch in den Schwellenländern Stabilisierungsanzeichen. Dies gilt vor allem für Russland und auch SaudiArabien und Pakistan lassen sich langsam der Phase „Stabilisierung“ zuordnen. In Ländern wie Indien, Mexiko oder Brasilien nimmt die Anzahl der täglichen Neuinfizierten hingegen eher weiter zu.
  • In den Industrieländern werden weiter die Restriktionen gelockert. Inzwischen haben gemessen an den Restriktionsindikatoren der Universität Oxford mehrere Länder das Niveau von Schweden erreicht (hier wurden die Restriktionen nie so stark ausgeweitet, wie in den anderen Ländern). Auffallend ist, dass in den USA weiterhin nur wenig gelockert wird.

Auswirkungen auf Konjunktur und Unternehmen

  • Die Euroland-Einkaufsmanagerindizes überzeugten mit einem passablen Rebound – nach dem katastrophalen Vormonat. Der Gesamtindex stieg von 13,6 auf 30,5. Der Index für die Dienstleister notiert bei 28,7 nach 12,0 im Vormonat. Die Niveaus liegen aber weiter tief im Rezessionsbereich.

  • Die US-Einkaufsmanagerindizes konnten ebenfalls zulegen. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist weiter rückläufig, mit 2,4 Mio. aber auf einem anhaltend hohen Niveau.
  • Die Diskussionen über einen europäischen Wiederaufbau-Fonds halten an. Trotz des Widerstandes einzelner Staaten plant die EU-Kommission ein 750 Mrd. Euro-Paket bestehend aus Zuschüssen und Krediten. 82 Mrd. Euro scheinen für Italien vorgesehen zu sein, 77 Mrd. Euro für Spanien, 39 Mrd. Euro für Frankreich und 28 Mrd. Euro für Deutschland. Japan plant einen neuen, massiven Stimulus und Frankreich unterstützt die Autoindustrie mit 8 Mrd. Euro. Hiervon sollte vor allem Renault profitieren.
  • Spanien, UK und Japan lockerten zuletzt ihre Restriktionen. Japan beendete den Notstand, in UK dürfen bald viele Geschäfte wieder öffnen. In Deutschland wurden die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni verlängert, dafür sollen ab Mitte Juni die Reisewarnungen für 31 europäische Länder aufgehoben werden.
  • Die chinesische Führung hat erstmals seit Jahrzehnten kein Wachstumsziel für dieses Jahr kommuniziert.
  • Zuletzt häuften sich die Meldungen für Fortschritte bei der Entwicklung von Corona-Medikamenten und -Impfstoffen.
  • Der deutsche Staat hilft der Lufthansa mit einem milliardenschweren Rettungspaket. Die EU-Kommission möchte diese allerdings nur unter Auflagen genehmigen. Vorerst hat jedoch der Aufsichtsrat von Lufthansa seine Zustimmung zu dem Paket verweigert.

Die volkswirtschaftlichen Prognosen zum Thema Coronavirus als Download

Aktuelles zum Coronavirus

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Veröffentlicht am: 27. Mai 2020.